Problemdarstellung

Lärm kann viele Ursachen haben. Schlechte bauliche Vorraussetzungen erhöhen den Lärmpegel durch Hall und Echoeffekte. Das stört das Lernklima in Klassen- und Kindergartenräumen erheblich: Sprachverständlichkeit, Leistungsfähigkeit und Motivation sinken.

Lärmursachen in Schule und Kindergarten
Alltag in Schulen und Kindergärten: Tuscheln, Reden, Stühlerücken und Stifteklappern, Singen, aber auch Toben und Schreien in der Pause oder beim Sport. Umfragen zeigen, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder den Lärm als sehr störend empfinden – Lehrer nennen ihn den Hauptstressfaktor in der Schule. Lärm erzeugt Gegenlärm, weil Schüler und Lehrer sich bei erhöhter Geräuschkulisse im wahrsten Sinne des Wortes Gehör verschaffen wollen.

Die Bauweise prägt die Raumakustik
Lärm in Bildungsstätten entsteht eben nicht nur durch das Unterrichtsgeschehen selbst, sondern wird maßgeblich durch die baulichen Gegebenheiten beeinflusst: Die Bauweise vieler Räume begünstigt eine lange Nachhallzeit, das heißt, der Echoeffekt verstärkt den Lärm noch. Ein Klassenraum besitzt in der Regel massive Wände, einen massiven Boden (z.B. Estrich mit Linoleumbelag) und auch eine massive Decke (etwa Beton). Hinzu kommt häufig das klassische Schulmobiliar aus massivem Holz. Derart harte Oberflächen werfen den Schall unmittelbar zurück, der Nachhall wird zum reinen Störfaktor. So kann der Lärmpegel ins Unerträgliche steigen.